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Astropsychologische Vorbemerkungen 

 

 

VERDRÄNGUNG

 

Die Verdrängung besagt dass der Mensch dazu neigt, Erfahrungen oder Erlebnisse aus seinem Bewusstsein fernzuhalten, die er als besonders peinlich oder unangenehm empfindet. Diese verdrängten Inhalte wirken aus dem Unbewussten heraus und können, wo sie nicht bewusst gemacht und somit als bewusste Konflikte ausgetragen und 'erledigt' werden, zu Störungen der Befindlichkeit führen. Dies kann sich in einem Verhalten zeigen, das zwar auf die Lösung des unbewussten Konfliktes hinweist (symbolische Handlungen), jedoch nicht zu einer konstruktiven Lösung desselben führt. Dies dauert solange, bis wir den Konflikt bewusst aufgelöst haben.

 

 

AUSGLEICHENDE KRAFT DES UNBEWUSSTEN

 

Sehr vereinfacht könnten wir diesen Prozess folgendermaßen beschreiben: Es handelt sich bei der ausgleichenden Kraft des Unbewussten um das psychologische 'Gesetz' des Ausgleichs der Gegensätze. Sobald Sie sich einseitig in eine Richtung zu entwickeln beginnen, unterdrücken Sie dadurch zwangsläufig die zu dieser Entwicklung entgegen gesetzten Anlagen. Wenn Sie also zum Beispiel mehr und mehr mit Hilfe des Verstandes, anstatt auch mit dem Herzen durchs Leben gehen, verdrängen Sie dadurch zwangsläufig Ihre Gefühle.

 

Die Folge davon wird sein, dass Sie immer mehr den Bezug zu den Gefühlen verlieren. Zunächst bemerken Sie davon noch nichts. Mit der Zeit jedoch wird sich in Ihnen ein Gefühl der Leere breit machen. Das Leben wird seinen Glanz und seine Fülle für Sie verlieren und Sie werden gar depressiv („so genannte emotionale Störung“). Hier wird die ausgleichende Kraft des Unbewussten in der Krise wirksam und Sie werden von sich selber daran gehindert, sich den Bedürfnissen Ihrer Seele zu verschließen.

 

Wir können dieses Gesetz als eine Hilfe für unsere Weiterentwicklung betrachten. Es zeigt uns immer wieder - wenn wir nicht ohnehin um eine harmonische Persönlichkeitsentwicklung bemüht sind - unsere eigenen Grenzen und Versäumnisse auf.

 

Das Unbewusste kann sich aber nicht nur in Lebensumständen zeigen, in die Sie sich hineinbewegt haben, sondern auch in Beziehungsmustern, die Sie immer wieder auf die gleiche Art erleben. Hier sprechen wir von einer Wiederkehr des Verdrängten.

 

 

Das Geburtsbild

Sinn und Bedeutung der astrologischen Analyse

 

Das Geburtsbild ist ein holo-graphisch zu betrachtendes Bild, das auch eine Momentaufnahme der jeweiligen Persönlichkeit oder des Augenblicks darstellt. Die darin enthaltenen Symbole kennzeichnen Urkräfte, denen auch Farben zugeordnet sind. Farbe ist Sprache der Seele. Die Komposition von Farbe, Form und Symbol ergibt ein Bild, das die Zusammenhänge leichter erkennen lässt. Das Wissen um diese Zusammenhänge kann man erlernen. Die Seele erfasst hingegen intuitiv dieses Wissen,  das in der meditativen Betrachtung eröffnet werden kann.

 

Unter Anwendung der Psychologie in der Astrologie klärt sich das Bild unserer Persönlichkeit auf. Wir erkennen Muster und Verhaltensweisen, die wir hinterfragen und, falls erwünscht, loslassen und durch unsere ureigenen Begabungen ersetzen können.

 

Astrologen sind Übersetzer und astrologische Analysen sind Übersetzungen, denn sie übersetzen die Zahlen in eine Sprache, die das menschliche Herz versteht: Sie legen die astrologische Bedeutung offen, geben Deutungen der in Zahlenform erfassten Zusammenhänge. Und je näher solche analysierenden und deutenden Übersetzungen eines Geburtsbildes sich an der Lebenswirklichkeit seines Eigners befindet, desto mehr wird sein Herz sich berührt fühlen. Und sein Verstehen und sein Verstand werden der Deutung und Bedeutung des Zahlensinns folgen.

 

Die astropsychologische Analyse

 

Es dreht sich um „das ganze Leben“. Psychisches und Somatisches stehen in einem wechselseitigen Beeinflussungsverhältnis zueinander. „Körper- und Verhaltenssprache“, auch „Sprache der Symptome“ genannt, haben häufig andere Ursachen, als es der erste Anschein bei der Betrachtung der Symptome vermuten lässt.

 

Aufgabe der Psychologie ist es, den Dingen auf den Grund zu gehen, den Sinn und die wahre Bedeutung aufzuspüren, die für den einzelnen Menschen hinter all seinen symptomatischen Erscheinungen liegen. Es geht also schlicht um die Frage, „was die Menschen eigentlich wirklich auf dem Herzen haben“ und „was ihnen wirklich auf der Seele liegt“, wenn sie ein Symptom behandelt haben wollen.

 

 

Mars und Venus - Das männliche und weibliche Prinzip

 

Die Venus benötigt für einen Umlauf um die Sonne ungefähr 224,7 Tage; sie ist fast so groß wie die Erde. Von der Erde aus gesehen hat es den Anschein, dass sie sich nie mehr als 48 Grad von der Sonne entfernt. Wir können sie oft mit bloßem Auge sehen, denn sie strahlt wie kein anderer Planet oder Stern am Himmel. Bedingt durch die Bewegungsabläufe am Himmel, ist sie einmal als Morgenstern und ein anderes Mal als Abendstern sichtbar. Ihre Entfernung zur Sonne schwankt zwischen 107,4 und 109 Millionen km; mit 12104 km Durchmesser am Äquator ist sie fast so groß wie die Erde. Die strahlende Schönheit dieses Himmelkörpers führte dazu, dass Venus (römisch) beziehungsweise Aphrodite (griechisch) in der Mythologie als die Göttin der Schönheit und der Liebe verehrt wurde.

 

In der Astrologie steht die Venus für alles, was wir als schön und begehrenswert empfinden. Ihre Stellung im Horoskop gibt Auskunft über unser Harmoniebedürfnis, unser Liebesleben, die sexuellen Leidenschaften und unsere Hingabefähigkeit. Auch die schönen Künste, besonders der Gesang, werden mit ihr in Verbindung gebracht, sowie der Sinn für Ästhetik und die Art, in der wir gerne verführen oder verführt werden. Als Morgenstern wird sie dem Zeichen Stier zugeordnet und als Abendstern dem Zeichen Waage. Im Geburtshoroskop kommt als Aspekt zur Sonne nur eine Konjunktion in Frage. 

 

Der Planet Venus verkörpert das Prinzip von Liebe und Anziehung. Im Horoskop zeigt die Venus durch ihr Zeichen, ihr Haus und ihre Aspekte die Sorte Mensch, zu der wir uns hingezogen fühlen, die Art und Weise, auf die wir Liebe geben sowie die Eigenschaften, die wir liebenswert finden.

 

Alle diese Faktoren müssen in Rechnung gestellt werden, wenn wir uns darüber klar werden wollen, was wir brauchen, um uns geliebt zu fühlen. Es geht hier um die Eigenschaften die wir an uns selbst schätzen und die auch unser Partner anerkennen soll.

 

Wenn einer der Partner – oder auch beide – sich unfähig zeigen, die Liebe des anderen anzunehmen, wird die Beziehung nicht besonders eng sein und nicht befriedigend verlaufen; sie hat dann keine Möglichkeit zu gedeihen. Unsere venusischen Eigenschaften sind ein wichtiger Bestandteil im Hinblick auf jede Art von Freundschaft.

 

Wenn das Venus-Prinzip in einer Beziehung zum Ausdruck kommt, ist zwischen den beiden Partnern ein freier Fluss der Anziehungskraft sowie die Fähigkeit vorhanden, den anderen uneingeschränkt zu schätzen und zu lieben. Dann besteht die Möglichkeit, sich an der Wesensart sowohl des Partners als auch der eigenen zu erfreuen. 

 

Der Planet Mars bringt zum Ausdruck, wie wir uns selbst definieren und worin wir den Unterschied von uns zu anderen sehen.

 

Mars steht auch für den Kampfgeist; er zeigt, wie wir kämpfen für das, was wir begehren, brauchen oder behalten wollen. Er bringt zum Ausdruck wie wir uns für unsere Rechte einsetzen, stellt dar auf welche Weise wir handeln und unsere Energie und Identität leben. Ein starker Mars steht für körperliche Aktivität. Ein schwach gestellter Mars birgt einen Mangel an Selbstvertrauen in sich, welches sich in einem übertrieben aggressiven oder tyrannischen Verhalten äußern kann.

 

Ärger und Sexualität sind beides Mars-Funktionen und sie haben viel miteinander zu tun. Wenn wir jemand begehren, befinden wir uns in einem Zustand der Über-Erregung; wir geraten außer uns und sind verletzlicher als sonst, und wir haben schnell das Gefühl, dass jemand oder etwas uns bedroht.

 

Der Sex selbst kann zu einem Mittel der Bestrafung werden – wenn er jemandem aufgezwungen oder vorenthalten wird.

 

Der Mars stellt das natürliche Verlangen dar – seine Stellung im Horoskop verkörpert, was wir wünschen, wie unsere Leidenschaft aussieht und was unsere Begierde erweckt. Er zeigt, was uns aktiv werden lässt, und was wir unternehmen, um unsere sexuellen Bedürfnisse zu befriedigen.

 

Es ist das Mars-Prinzip, das unsere Beziehung mit Spannung und Leidenschaft erfüllt und das für die emotionalen Risiken verantwortlich ist. Wenn wir bis über beide Ohren in jemanden verliebt sind, bekommen wir vielleicht das Gefühl, dass wir ohne diese Person nicht mehr weiterleben können.

 

Wir können anhand der Stellung des Planeten Mars, im Hinblick auf Zeichen, Haus und Aspekte erkennen, welche Möglichkeiten bestehen, uns in unserem Körper wohl zufühlen.

 

Die marsische Leidenschaft ist es, welche uns die Schwierigkeiten zu überwinden hilft, die am Anfang der engen und dauerhaften Beziehung stehen.

 

 

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